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<title>U-Boot-Typ 600</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">U-Boot-Typ 600</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der <b>600-Tonnen-Typ</b> (auch <b>600-Tonnen-Klasse</b> genannt) war eine <a href="Baureihe" title="Baureihe">Baureihe</a> <a href="Italien" title="Italien">italienischer</a> <a href="U-Boot" title="U-Boot">U-Boote</a>. Zwischen 1932 und 1942 stellte die <a href="Marina_Militare" title="Marina Militare">italienische Marine</a> 59 Boote der fünf Klassen umfassenden Baureihe in Dienst, weitere wurden nach <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a> und <a href="Argentinien" title="Argentinien">Argentinien</a> exportiert. Es handelte sich um sehr manövrierfähige, jedoch nicht besonders schnelle „Küsten-U-Boote“ mittlerer Reichweite, die über Wasser zwischen 665 und 715 <a href="Tonne_(Einheit)#Long_ton" title="Tonne (Einheit)">Tonnen</a> <a href="Schiffsma%C3%9Fe" title="Schiffsmaße">verdrängten</a>. Im Gegensatz zu den bis zu 2.000 Tonnen verdrängenden Hochsee- oder Langstrecken-Booten wurden sie vor allem im <a href="Mittelmeer" title="Mittelmeer">Mittelmeer</a> eingesetzt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Baugeschichte">Baugeschichte</h2></div>
<p>Auf der <a href="Flottenkonferenz#Die_Londoner_Konferenz_von_1930" class="mw-redirect" title="Flottenkonferenz">Londoner Flottenkonferenz</a> hatten sich die führenden Seemächte 1930 auf Beschränkungen beim U-Boot-Bau geeinigt. Man unterschied zwischen kleinen Küstenbooten, die nicht mehr als 600 Tonnen verdrängen sollten, und Hochseebooten bis zu einer Verdrängung von 2.000 Tonnen. In Italien waren die großen Hochseeboote für Einsätze gegen feindliche Nachschubverbindungen im <a href="Indischer_Ozean" title="Indischer Ozean">Indischen Ozean</a> und im <a href="Atlantik" class="mw-redirect" title="Atlantik">Atlantik</a> vorgesehen, wo sie während des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> von <a href="Bordeaux" title="Bordeaux">Bordeaux</a> aus auch operierten. Die kleineren Küsten-U-Boote hielt man für das <a href="Mittelmeer" title="Mittelmeer">Mittelmeer</a> besonders geeignet. Da 1930 nur Beschränkungen bei der Gesamttonnage und bei der Typtonnage festgelegt wurden, nicht aber bei den Stückzahlen, hielt man es für nützlich, relativ viele kleinere Boote zu bauen. Auf der Grundlage dieser Rahmenbedingungen und Planungen entstanden in Italien die fünf Klassen des 600-Tonnen-Typs. Vergleichbare Programme gab es zur gleichen Zeit auch in anderen Staaten, wobei wie in Italien die 600-Tonnen-Grenze in der Regel etwas überschritten wurde.
</p><p>Der <a href="K%C3%B6nigreich_Italien_(1861%E2%80%931946)" title="Königreich Italien (1861–1946)">italienische</a> 600-Tonnen-Typ war das Ergebnis der Arbeit des Marine-Ingenieurs Bernardis, der in den 1920er Jahren mit der <a href="Pisani-Klasse" title="Pisani-Klasse">Pisani-Klasse</a>, der Bandiera-Klasse und der Squalo-Klasse bereits <a href="Einh%C3%BCllenboot" title="Einhüllenboot">Einhüllenboote</a> mit einer Verdrängung zwischen 880 und 1.000 Tonnen gebaut hatte. Aus der Squalo-Klasse gingen dann ab 1930 die etwas kleineren Boote des 600er Typs hervor. Angesichts der geringen Stückzahlen, die in Italien von den verschiedenen Klassen gebaut wurden, war der Umstand außergewöhnlich, dass vom 600-Tonnen-Typ insgesamt 59 Boote in fünf Klassen (oder „Serien“) entstanden. Sie gehörten technisch zu den ausgereiftesten italienischen Booten des Zweiten Weltkriegs. Dennoch litten zum Teil auch sie an der von <a href="Benito_Mussolini" title="Benito Mussolini">Mussolini</a> verfochtenen Wirtschafts-<a href="Autarkie" title="Autarkie">Autarkie</a>, dem allgemeinen Mangel an Rohstoffen und der dadurch bedingten Verwendung von Material minderer Qualität. Während des Krieges wurde es wie bei etlichen anderen italienischen U-Boot-Klassen unumgänglich, die zu massiven Türme der Boote umzubauen und zu verkleinern. Vor 1940 sah die italienische Einsatzdoktrin nur Unterwasserangriffe vor, weswegen auf niedrige <a href="Umriss" title="Umriss">Silhouetten</a> und kurze Abtauchzeiten kein besonderer Wert gelegt wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Klassen">Klassen</h2></div>
<p>Der <i>U-Boot-Typ 600</i> wird oft auch als <i>U-Boot-Klasse 600</i> bezeichnet, wobei die verschiedenen Baulose dann ebenfalls als Klassen gelten, obwohl es sich um Unterklassen oder „Serien“ handelt. Um Verwechslungen zu vermeiden, werden die einzelnen Unterklassen, in der Literatur allgemein als Klassen bezeichnet, hier unter dem Überbegriff <i>Typ</i> subsumiert. Die Boote der einzelnen Klassen wurden in der Regel bei verschiedenen Werften gebaut und aus diesem Grund in Gruppen unterteilt.
</p>
<table class="wikitable" border="1">
<tbody><tr>
<th>Klasse</th>
<th>Anzahl</th>
<th>Verdrängung (aufgetaucht)</th>
<th>Dienstzeit
</th></tr>
<tr>
<td>Argonauta-Klasse</td>
<td>7</td>
<td>665 <a href="Tonne_(Einheit)#Long_ton" title="Tonne (Einheit)">ts</a></td>
<td>1932–1948
</td></tr>
<tr>
<td>Sirena-Klasse</td>
<td>12</td>
<td>701 ts</td>
<td>1933–1948
</td></tr>
<tr>
<td>Perla-Klasse</td>
<td>10</td>
<td>700 ts</td>
<td>1936–1948
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Adua-Klasse" title="Adua-Klasse">Adua-Klasse</a></td>
<td>17</td>
<td>698 ts</td>
<td>1937–1947
</td></tr>
<tr>
<td>Acciaio-Klasse</td>
<td>13</td>
<td>715 ts</td>
<td>1941–1966
</td></tr></tbody></table>
<p>Die Acciaio-Klasse wird auch <i>Platino-Klasse</i> genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_von_Schiffsklassen_der_italienischen_Marine#U-Boote" title="Liste von Schiffsklassen der italienischen Marine">Liste italienischer U-Boot-Klassen</a></li>
<li><a href="Italienische_Marineverb%C3%A4nde_im_Zweiten_Weltkrieg#U-Boot-Kommando" title="Italienische Marineverbände im Zweiten Weltkrieg">Italienische U-Boot-Verbände im Zweiten Weltkrieg</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Erminio Bagnasco: <i>U-Boote im 2. Weltkrieg</i>, Motorbuchverlag, Stuttgart, 5. Auflage 1996, ISBN 3-613-01252-9.</li>
<li>Robert Jackson: <i>Unterseeboote</i>. Gondromverlag, Bindlach, 2001, ISBN 3-8112-1874-3.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20030429225856/http://www.regiamarina.net/subs/classes/600/600_us.htm">600-Tonnen-Typ</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 29. April 2003 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) bei regiamarina.net (englisch)</li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2023-06-27" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=U-Boot-Typ_600&amp;oldid=234980177">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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